Mmmmhhh… lecker!

4. September 2010

Wir haben hier neben unserem Schalter einen Wasserspender, den nur unsere Kunden benutzen dürfen.

Deshalb gibt es die Becher auch nur auf Anfrage bei uns.
Die Leute, die die Becher benutzt haben, lassen die dann aber auch gerne mal am Spender liegen.

Also haben sich heute ziemlich dreist zwei Leute einfach am Spender bedient und die alten Becher der anderen Leute aufgefüllt, im Glauben es wären neue.

Nachdem sie fertig waren haben sie sich dann noch bedankt und ich habe sie darauf hingewiesen, dass sie gerade benutzte Becher genommen haben.

Geglaubt haben sie es mir wohl nicht, aber einen inneren Frieden hab ich dadurch schon…

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…der früher mal mein Fussballtrainer war.

22. August 2010

Und mal wieder die Lüg… Mongolen!
Ich lasse den Dialog mal unkommentiert auf die Leserschaft wirken:

‚Dann bräuchte ich bitte mal den Pass‘

(pass wird rübergereicht)

‚Aber das hier auf den Formularen sind ja gar nicht sie, den Pass von der Person bräuchte ich.‘

‚Das ist mein Cousin, der ist schon geflogen‘

‚Dann brauche ich mindestens eine Passkopie von der Person‘

‚Eine Passkopie von meinem Bruder?‘

‚Gerade war das doch noch Ihr Cousin?‘

‚Hm?‘

‚Ja, was ist er denn nun?‘

‚Naja Cousin, Bruder, ist doch egal‘

‚Okay, dann bringen sie das nächste Mal bitte eine Passkopie von Ihrem Bruder, Cousin, Vater, Mutter oder wemauchimmer mit…‘


Flupp

16. August 2010

Abgesehen davon, dass sich viele der Themen hier sowieso nicht direkt mit dem Flughafen beschäftigen (böse Themen! Aus!) wird sich der Name wohl in den nächsten Monaten zum Relikt alter Zeit entwickeln.
Denn ich habe zufälligerweise ein (Neben-)Jobangebot bei einem der Big Four bekommen.
Weiteres dann zu gegebener Zeit.


The curious case of Axel Mehmet

6. August 2010

Wieder einmal geht es um meine Lieblingsfreunde aus der Mongolei.

Zwei Damen mittleren alters kamen also während der Mongolenzeit zu mir und gaben mir ihre Belege.
Da wir nicht zwangsweise die Pässe prüfen, wenn die Belege am gleichen Tag vom Zoll gestempelt wurden, war auch erstmal alles wie immer.

Etwas komisch war es allerdings, dass im Namensfeld der Formulare ‚Mehmet‘ stand und die Passnummer eine türkische war, die Adresse allerdings eine aus der Mongolei.
Da wir immer den kompletten Namen brauchen, hab ich ihr dann ein Formular mit der Bitte den kompletten Namen zu ergänzen zurückgegeben.
Sie zögerte dann kurz, schrieb ‚Axel‘ und kicherte ein bißchen mit ihrer Freundin.

Da ‚Axel Mehmet‘ mir kein bekannter türkischer Name war (und ich komme aus dem Wedding) habe ich dann doch mal nach dem Pass gefragt.
Axel Mehmet war natürlich nicht da und deshalb wurde das ganze erstmal zurückgeschoben, die Belege habe ich derweil behalten.
Irgendwann kamen sie dann wieder und meinten sie hätten ihn angerufen, er säße aber schon im Flugzeug, weshalb er nicht mehr selbst vorbeikommen kann.
Deshalb hätten sie gerne die Belege zurück. Das stand natürlich außer Frage, deshab meinte eine von beiden dann, Axel Mehmet würde in den kommenden Wochen wieder in Berlin sein und holt sein Geld dann selbst ab.

Ich bin gespannt, ich wollte schon immer jemanden sehen, der Axel Mehmet heißt.


Football brings the world together

5. Juli 2010

Am Samstag durfte ich arbeiten.
Da ich die FIFA nicht rechtzeitig darüber unterrichtet hatte fand zur gleichen Zeit ein Fussballspiel statt.

Da ich also kein Schild ‚komme in 90 Minuten wieder‘ an den Schalter stellen und mir das Spiel gemütlich bei Leysieffer in der Haupthalle anschauen konnte durfte, musste der ZDF Livestream herhalten.
Damit meine Friseurin von gegenüber auch mitschauen konnte, habe ich den Monitor dann auch richtung Gang gedreht, was sich im Nachhinein als sehr interessante Entscheidung herausstellte.

Neben dem Problem, dass alle Aktionen erst 3 Minuten später im Livestream zu sehen waren, der Jubel aber zeitnah durch die Haupthalle schallte, war er ein ziemlicher Menschenfänger.

Viele sind vorbeigekommen, haben sich das Ergebnis angeschaut und waren zu 100% sehr erstaunt.
Selbst zwei Chinesen konnten, während ich sie abgefertigt habe, die Augen nicht vom Bildschirm lassen.

Am schönsten war aber der Südafrikaner, der genau zu der Zeit als das Tor fiel beim Zoll war.

Er kam dann wieder zu mir und folgende zwei Zeilen entstanden (auf englisch natürlich)

‚Jetzt hast du genau das Tor verpasst!‘

‚Ja, ich weiß, aber der Zoll wollte mich nicht mit ins Büro lassen, deshalb hab ich es nicht gesehen.‘

Nach dem Spiel musste ich mich dann von meiner Arbeitsoberbekleidung trennen (Hemd, Krawatte) und im Deutschlandtrikot weiterarbeiten.
Ging einfach nicht anders…


Die Mongolen

28. Juni 2010

Nochmal eine Geschichte zu unseren liebsten Freunden.
Dadurch, dass die Hälfte der Reisenden nochmal Verwandschaft hier in Deutschland hat, die sie besuchen, ist zwar die Verständigung sehr einfach, sie sind aber trotzdem die Meister im Lügen.

Folgende Regel gibt es beim ‚Export über den Ladentisch‘. Wer die Ware ausführt, muss sie auch gekauft haben.
Das heißt Tante Trude aus Leipsch kann nicht schonmal die Sachen kaufen und Onkel Heinz aus Mombasa führt sie dann aus.

Normalerweise ist das natürlich schwer nachvollziehbar, wenn man nur einen Bon von einem Geschäft hat, da dort ja keine Angaben über den Käufer gemacht werden.

Anders ist das bei MediaSaturn. Wenn die große Din A4 Rechnung dabei ist, werden auch oft Angaben über den Käufer gemacht.
Zugegeben, das ist  ziemlich doof, weil die Mitarbeiter teilweise nicht über unsere Prozedere bescheid wissen und es dann natürlich einfacher ist den Namen und die Adresse des deutschen Begleiters, als die des ausländischen Touristen zu benutzen.

So war dann auch wieder jemand bei uns, bei dem der Ausführende (auf dem Formular) nicht mit dem Einkäufer übereingestimmt hat.
Ich habe das dann also abgelehnt und mitgeteilt, wie jetzt weiter verfahren werden kann (neue Rechnung holen etc. pp.).

Die Dame meinte dann aber, die Person, die auf der Rechnung steht, würde auch mitfliegen.
Da die Dame auf der Rechnung eine deutsche Adresse hatte (für die ganze Geschichte aber im Ausland leben müsste) kam mir das schon sehr seltsam vor.
Da unsere Kunden aber NIE lügen, sagte ich ihr also, dass sie dann nochmal zum Zoll müsse, um die Angaben auf dem FORMULAR zu ändern.
Ich habe sie dann nochmal explizit darauf hingewiesen, dass nicht die Daten auf der Rechnung geändert werden dürfen, sondern die auf dem Formular.

Einige Zeit später kam sie dann zurück:

‚Der Zoll hat gesagt, die brauchen das nicht mehr bestätigen, die haben die Ausfuhr ja schon bestätigt‘

‚Aber die Änderungen müssen ja bestätigt werden‘

‚Nee, die meinen das ist in Ordnung‘

‚Alles klar, dann gehen wir mal zusammen rüber‘

Als ich drüben war erfuhr ich dann, dass die Dame nicht nochmal drüben war, ich aber gesehen habe, dass sie das ganze schon auf der Rechnung geändert hatte.

‚Abgesehen davon, dass sie nicht nochmal hier waren, haben sie die Daten sowieso hier auf der Rechnung geändert, also hat sich das ganze erledigt‘

‚Aber Sie haben doch gesagt ich soll das ändern‘

‚Ich habe aber explizit gesagt auf dem Formular, die Dame fliegt doch heute auch oder?‘

‚Nein nein, die fliegt nicht‘

‚Sie haben mir aber vorhin noch gesagt, dass die Dame auch fliegt‘

(stammelnd) ‚Nein, habe ich nicht‘

Lügen haben kleine Augen!


Wo bin ich?

19. Juni 2010

Zugegeben, bei uns am Flughafen ist das alles nicht so einfach.

Im Gang, wo wir sitzen, gibt es neben uns auch noch die Gepäckaufbewahrung, die Gepäckermittlung und das Fundbüro, was gleichzeitig in der Gepäckaufbewahrung ist.
Die Sachen sind dann in der Regel noch so bescheuert benannt, dass es für Touristen nicht immer einfach ist, das richtige zu finden.

Was mir allerdings bis heute unbegreiflich ist, sind Menschen, die vor mir stehen und ihr Gepäck abholen wollen, was SIE SELBST in der Gepäckaufbewahrung hinterlegt haben.
Ich meine, die waren ja schonmal da, aber finden es nicht wieder.

Gerade standen dann wieder 2 deutschsprachige Touristen vor mir und fragten:

‚Wo ist denn bitte das Fundbüro?‘

‚Für Sachen, die Sie am Flughafen verloren haben, oder im Flugzeug?‘ (das sind auch wieder zwei Verschiedene Anlaufstationen)

‚Nee, was wir hier am Flughafen abgestellt haben‘

‚???‘

‚Damit das aufbewahrt wird‘

‚Ahh die Gepäckaufbewahrung, hier schräg gegenüber…‘

Ein Fundbüro? Für abgestellte Sachen? So warm ist es doch heute gar nicht…