Mmmmhhh… lecker!

4. September 2010

Wir haben hier neben unserem Schalter einen Wasserspender, den nur unsere Kunden benutzen dürfen.

Deshalb gibt es die Becher auch nur auf Anfrage bei uns.
Die Leute, die die Becher benutzt haben, lassen die dann aber auch gerne mal am Spender liegen.

Also haben sich heute ziemlich dreist zwei Leute einfach am Spender bedient und die alten Becher der anderen Leute aufgefüllt, im Glauben es wären neue.

Nachdem sie fertig waren haben sie sich dann noch bedankt und ich habe sie darauf hingewiesen, dass sie gerade benutzte Becher genommen haben.

Geglaubt haben sie es mir wohl nicht, aber einen inneren Frieden hab ich dadurch schon…


…der früher mal mein Fussballtrainer war.

22. August 2010

Und mal wieder die Lüg… Mongolen!
Ich lasse den Dialog mal unkommentiert auf die Leserschaft wirken:

‚Dann bräuchte ich bitte mal den Pass‘

(pass wird rübergereicht)

‚Aber das hier auf den Formularen sind ja gar nicht sie, den Pass von der Person bräuchte ich.‘

‚Das ist mein Cousin, der ist schon geflogen‘

‚Dann brauche ich mindestens eine Passkopie von der Person‘

‚Eine Passkopie von meinem Bruder?‘

‚Gerade war das doch noch Ihr Cousin?‘

‚Hm?‘

‚Ja, was ist er denn nun?‘

‚Naja Cousin, Bruder, ist doch egal‘

‚Okay, dann bringen sie das nächste Mal bitte eine Passkopie von Ihrem Bruder, Cousin, Vater, Mutter oder wemauchimmer mit…‘


Die Mongolen

28. Juni 2010

Nochmal eine Geschichte zu unseren liebsten Freunden.
Dadurch, dass die Hälfte der Reisenden nochmal Verwandschaft hier in Deutschland hat, die sie besuchen, ist zwar die Verständigung sehr einfach, sie sind aber trotzdem die Meister im Lügen.

Folgende Regel gibt es beim ‚Export über den Ladentisch‘. Wer die Ware ausführt, muss sie auch gekauft haben.
Das heißt Tante Trude aus Leipsch kann nicht schonmal die Sachen kaufen und Onkel Heinz aus Mombasa führt sie dann aus.

Normalerweise ist das natürlich schwer nachvollziehbar, wenn man nur einen Bon von einem Geschäft hat, da dort ja keine Angaben über den Käufer gemacht werden.

Anders ist das bei MediaSaturn. Wenn die große Din A4 Rechnung dabei ist, werden auch oft Angaben über den Käufer gemacht.
Zugegeben, das ist  ziemlich doof, weil die Mitarbeiter teilweise nicht über unsere Prozedere bescheid wissen und es dann natürlich einfacher ist den Namen und die Adresse des deutschen Begleiters, als die des ausländischen Touristen zu benutzen.

So war dann auch wieder jemand bei uns, bei dem der Ausführende (auf dem Formular) nicht mit dem Einkäufer übereingestimmt hat.
Ich habe das dann also abgelehnt und mitgeteilt, wie jetzt weiter verfahren werden kann (neue Rechnung holen etc. pp.).

Die Dame meinte dann aber, die Person, die auf der Rechnung steht, würde auch mitfliegen.
Da die Dame auf der Rechnung eine deutsche Adresse hatte (für die ganze Geschichte aber im Ausland leben müsste) kam mir das schon sehr seltsam vor.
Da unsere Kunden aber NIE lügen, sagte ich ihr also, dass sie dann nochmal zum Zoll müsse, um die Angaben auf dem FORMULAR zu ändern.
Ich habe sie dann nochmal explizit darauf hingewiesen, dass nicht die Daten auf der Rechnung geändert werden dürfen, sondern die auf dem Formular.

Einige Zeit später kam sie dann zurück:

‚Der Zoll hat gesagt, die brauchen das nicht mehr bestätigen, die haben die Ausfuhr ja schon bestätigt‘

‚Aber die Änderungen müssen ja bestätigt werden‘

‚Nee, die meinen das ist in Ordnung‘

‚Alles klar, dann gehen wir mal zusammen rüber‘

Als ich drüben war erfuhr ich dann, dass die Dame nicht nochmal drüben war, ich aber gesehen habe, dass sie das ganze schon auf der Rechnung geändert hatte.

‚Abgesehen davon, dass sie nicht nochmal hier waren, haben sie die Daten sowieso hier auf der Rechnung geändert, also hat sich das ganze erledigt‘

‚Aber Sie haben doch gesagt ich soll das ändern‘

‚Ich habe aber explizit gesagt auf dem Formular, die Dame fliegt doch heute auch oder?‘

‚Nein nein, die fliegt nicht‘

‚Sie haben mir aber vorhin noch gesagt, dass die Dame auch fliegt‘

(stammelnd) ‚Nein, habe ich nicht‘

Lügen haben kleine Augen!


Sie kennen sich ja gar nicht aus!

18. Juni 2010

Wie ich es immer liebe.

Menschen kommen in U-Bahnen, S-Bahnen, Strassenbahnen, Regionalbahnen, Bananen… oder die dazu passenden Stationen und stellen wild fragen in den Raum, bei denen sogar der BVG Server ins Nachdenken kommt.
Sollte dann keiner innerhalb von einer Minute alle möglichen Verbindungen inklusive Umsteigezeiten rezitieren, wird sich lautstark beschwert, dass sich ja heutzutage gar keiner mehr auskennt.

So auch heute geschehen.
Ich sitze am Hohenzollerndamm.
Da fährt die U3.
Mit beidem habe ich in 23 Jahren Berlin sehr selten Bekanntschaft gemacht.

Eine Oma kommt die Treppe runter und fragt einfach mal den U-Bahnhof (ich war leider der einzige dort) in welcher Richtung sie zur Berliner Str. kommt.
Ich dachte, Berliner Straße kenn ich, aber ich da fahren doch nur U9 und U7.
Egal, die Frau muss es ja wissen, also habe ich geantwortet, dass sie sich am besten mal die Tafeln anschauen soll, weil ich das auch nicht so genau weiß.
Das Gemurmel über die Unwissenheit aller Berliner, hab ich dann mal unkommentiert gelassen.

Die Frau ist dann natürlich Spichernstraße in die U9 umgestiegen, na DAS hätte ich auch gewußt!


Sachen gibts…

20. April 2010

Da fahr ich gestern einfach mal so Bus, plötzlich steigen ein komischer Mann mit Sonnenbrille und seine komische Frau mit komisch rot-gefärbten Haaren ein und setzen sich vor mich.

Kurz danach beginnt eine Odysee von kurzen fast im gleichen Abstand liegenden Piepstönen, die bestimmt 30 Minuten andauert.

Wenn es nicht sowas wie Gesetze und so einen Quatsch in Deutschland gäbe, hätte das ganze nur 5 Minuten gedauert und der Mann hätte gewusst wie eine digitale Spiegelreflexkamera schmeckt.

Ganz im Ernst, der Tastenpiepston bei einer Kamera ist dazu da um ihn nach dem Kauf der Kamera 3-4 Mal zu hören, während man ihn ausstellt um sich dann darüber aufzuregen, dass es ihn überhaupt gibt.
Und wenn ich schon so pervers bin den Ton anzulassen, dann muss ich mich ja nicht in den Bus setzen und geschätzte 2 Millionen Kackfotos durchschalten um meiner Frau dann stolz ein halbes davon zu zeigen.

In solchen Situationen wünsche ich mir mehr Vulkane in Deutschland…


Café Hardenberg

6. April 2010

Alle Berliner werden es kennen, alle, die schonmal in Berlin waren, wahrscheinlich auch.

Das ist praktisch eine etwas ‚alternative‘ aber doch elegante ‚IN‘-Location an der Hardenbergstraße in der Nähe vom Zoo.

Immer wenn ich da bin, frage ich mich allerdings, wieso ich wieder hingehe.
Das ist vermutlich wie mit dem Hafengeburtstag in Hamburg. Da war es immer voll, drängelig und ätzend und alle haben gesagt ’nächstes Jahr geh‘ ich nicht mehr hin!‘.
Und das gleiche hatten sie das Jahr davor auch gesagt.

Im Café Hardenberg ist das ähnlich. Das ganze ambiente ist etwa halbtoll. Die Bedienungen sind soweit ich weiß ausschließlich Studenten, was grundsätzlich eine tolle Idee ist.
Das Problem ist, dass sie fast ausschließlich unglaublich inkompetent sind.
Was sich unter anderem darin manifestiert, dass die Bedienung bei zwei Personen (!) nicht mehr weiß, wer welches Getränk hatte, wenn sie 3 Minuten nach der Bestellung wiederkommt.

Das wäre alles kein Problem, wenn die Preise dementsprechend wären. Aber zu allem Überfluss sind die Preise für Berliner Verhältnisse doch relativ hoch.
Und man ist bei vielen Gerichten enttäuscht, wie wenig auf dem Teller ist.
Deshalb sucht man sich beim Bestellen auch nicht unbedingt das, was man am liebsten essen möchte, sondern das, was die vermeintlich angemessenste Portion haben könnte.

Das letze Mal war aber nun auch wirklich das letzte Mal, dass ich da war.

Das Lokal war fast komplett leer, es waren zwei Bedienungen da. Die hatten allerdings mehr damit zutun zu quatschen, als Leute zu bedienen.
Wenn man einmal essen hatte, wurde man von der Bedienung mit dem Arsch nicht mehr angeschaut, obwohl wir in direkter Nähe der Kasse saßen.

Nach dem Essen kam dann der ultimative Schwierigkeitsgrad. Wir haben jeder ein Stück Torte (VERSCHIEDENE!) und einer noch ein Getränk bestellt.
Nach einer Minute kam die Bedienung dann wieder und warf mir folgenden Satz entgegen.
‚Ich hab nochmal vergessen, welche Torte Sie bestellt haben‘.
Etwas amüsiert habe ich mich bei der Vorstellung, dass sie es auf dem Weg gleich zwei Mal vergessen hat.
Ich hab es mir aber durchaus vorstellen können, da sie dann nach 30 Sekunden nochmal wiederkam und gefragt hat, ob wir nur ein Getränk bestellt hatten, oder sie wieder was vergessen hat.

Nachdem wir dann fertig waren, haben wir eine HALBE STUNDE auf die Rechnung gewartet. Nicht etwa, weil wir noch ein bißchen sitzen bleiben wollten, oder das Lokal so voll war, sondern weil es einfach keinen Interessiert hat.

Darüber, dass alle Karten nicht aktuell sind und man am Schluss dann höhere Preise zahlt, als auf der Karte angegeben, habe ich mich dann nicht mehr aufgeregt.
Wegen der paar Euro wollte ich ihr keine rechtliche Unterweisung geben.

Es waren dann allerdings nur noch 10cent Trinkgeld für sie drin, was für den Service aber schon sehr großzügig war…

Fazit: Nie wieder Hardenberg! Es gibt so viele gute Lokale mit netter Bedienung, angenehmen Preisen, guten Portionen und Ambiente.


3st

20. Februar 2010

Aus aktuellem Anlass, noch eine Geschichte, die mir zu (vermeintlich) die Wahrheit anpassenden Menschen eingefallen ist.

Vorweg wieder eine kurze Erklärung zum Prozedere: Um die Steuer erstattet zu bekommen, muss Ware innerhalb von 3 Monaten persönlich ausgeführt werden. Das geschieht in unserem Fall meist per Flugzeug und wird durch den Zoll mit Datumsstempel gekennzeichnet.
Habe ich also am 13.02.10 Eingekauft und führe die Ware am 15.04.10 aus ist alles in Ordnung. Führe ich die Ware erst am 01.06.10 aus, ist keine Erstattung mehr möglich.

Nun ist es so, dass an den Ausfuhrformularen oft sehr viele Belege hängen, die von unterschiedlichen Daten stammen, und der Einzelhandel auf dem Formular meist nur das Datum der Ausstellung des Formulars angibt.

Nun möchte ich hier keine Nation besonders benachteiligen, aber bei den Nachkommen des Dschingis Kahn ist meist doch etwas mehr Aufmerksamkeit gefragt.

So auch in diesem Fall. Eine Dame kam zu mir und hatte unter anderem ein Formular der Galeria Kaufhof mit einigen Belegen (um die 50 dürfte sich das sicher bewegt haben) dabei.

Beim kontrollieren der Belege (falls das hier irgendwann mal jemand unserer Kunden liest, JA wir kontrollieren sie wirklich, auch wenn es viele sind) ist mir dann aber etwas aufgefallen, was mir in dieser Form noch nie untergekommen ist.

Bei ca. der Hälfte der Belege war das Datum des Belegs fein säuberlich am Ende des Bons abgetrennt.

Da ich ja unseren Kunden nie etwas böses unterstelle gab ich die Belege ohne Datum zurück und gab der Frau zu verstehen, dass dort ‚irgendjemand‘ die Datumsangabe abgetrennt hat.

Sie war dann auch deutlich verwundert und meinte das ‚müsse‘ die Kassiererin gewesen sein.

Da unsere Kunden NIEMALS lügen würden, war das vermutlich auch der Fall!
(auch wenn mir besagter Fall in meinen immerhin anderthalb Jahren im Unternehmen noch nie untergekommen ist und die Kassiererin auch keinen Vorteil aus so einer Aktion gezogen hätte.)

Da der Einkaufswert der abgelehnten Bons im Bereich von ca. 500€ lag, hätte die Kundin daraus aber einen deutlichen Vorteil gezogen.

Ein Schelm wer böses dabei denkt…