BILD

15. Mai 2010

Das ist natürlich ein riesen Skandal!
Wenn jetzt jeder einfach so mit einem gültigen Sicherheitsausweis in den Sicherheitsbereich käme!
Das wäre ja, als könnte man mit einem gültigen Fahrausweis die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, oder mit einem gültigen Reisepass reisen.

Im weiteren Verlauf des Artikels wird es dann noch richtig brenzlig.
Dirk konnte auch noch seine Tasche mitnehmen!
Das muss man sich mal vorstellen! Wenn jetzt täglich tausende von Fluggästen in Sicherheitsbereiche gelangen könnten und dann auch noch mit Taschen!
Unvorstellbar!

Aber im Ernst. Der Sicherheitsbereich in den Dirk vorgedrungen ist, ist natürlich kein Bereich den Fluggäste normalerweise betreten können.

Dennoch hatte Dirk einen Ausweis mit der Kennzeichnung ‚rot‘, d.h. es ist völlig legitim, dass er in diesen Bereich gelassen wurde.
Taschen sind in diesem Fall, wie anderes Arbeitsmaterial, auch nicht de facto ausgeschlossen, sie werden natürlich wie alles andere auch vorher kontrolliert.

Deshalb ist der Skandal auch nicht wirklich ein Skandal.
Nur weil man einen Sicherheitsausweis hat, heißt das nicht, dass man nun seine ganzen Waffen und Bomben zusammensammeln kann, weil man überall freundlich durchgewunken wird.

Sowohl an den Gates, als auch am Zugang zum Flugfeld werden die normalen Sicherheitskontrollen vorgenommen, sodass auch da keine Sicherheitskritischen Gegenstände in den Sicherheitsbereich gelangen können.
Das einzige was Dirk nun nach seiner skandalösen Aktion hätte machen können, wäre sich in ein Triebwerk zu werfen, oder auf das Rollfeld zu pinkeln.

Dem Flughafen(-personal) ist hier auch überhaupt kein Vorwurf zu machen.
Die Firma ist dafür verantwortlich den Ausweis der Ausweisstelle nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wieder auszuhändigen.
Soweit, dass die Sicherheitsfirma beim Betreten des Sicherheitsbereiches zu jedem Ausweis noch den aktuellen Arbeitsvertrag prüfen muss, sind wir im Moment noch nicht.

Also, ich kann versichern, dass Flugreisen auch weiterhin sicher sind, auch wenn Dirk hier ab und zu auf die Landebahn pinkelt.

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Immer auf die kleinen

11. Mai 2010

-10,3
+0.6

Wenn man sich diese beiden Zahlen ohne weiteres anschaut, sollte man spätestens als Inhaber einer allgemeinen Hochschulreife wissen, welche davon erstrebenswerter ist.

Geht es allerdings nach der CDU, ist die FDP mit +0.6 Prozentpunkten der große Wahlverlierer. Und sowieso ist Guido eigentlich an allem Schuld.
Dass die CDU damit wieder Scheuklappen und Regierungsunfähigkeit beweist, stört wenig.
Denn solange man jemanden hat auf den man die Wählerflucht schieben kann, muss man sich nicht an die lästige Suche nach Problemen in den eigenen Reihen machen.

Dass man damit auch gleich noch die unliebsamen Steuersenkungen und damit ein Wahlversprechen der FDP eliminieren kann, kommt da natürlich nicht ungelegen.

In diesem Sinne, freuen wir uns auf eine noch weniger regierungsfähige Bundesregierung!


Frankfurt

10. Mai 2010

Wie schon geschrieben, war ich die vergangene Woche beruflich in Frankfurt unterwegs.

Das erste was ich natürlich wieder feststellen musste und was mich am Fliegen am meisten stört, ist die Intelligenz der Mitflieger.
In Berlin wird sich ja schon verkniffen darauf hinzuweisen, dass die Personen mit einer hohen Reihenzahl auf der Bordkarte (also HINTEN) als erstes einsteigen sollten, damit die Menschen nicht die ersten Reihen blockieren während hinten noch alles leer ist.
In Frankfurt ist der Versuch zumindest da, aber an der großen Reihenzahl (zuerst steigt bitte Reihe 36-23 zu) ist zu erkennen, dass auch da keiner wirklich mit einem Einhalten rechnet.

So war es dann auch, in Berlin sind natürlich alle sofort aufgesprungen, als es zum Boarden ging, um dann noch 20min wahlweise im Gang oder im Finger (zum Flugzeug) zu stehen.
Als ich dann in Frankfurt geboarded bin waren natürlich auch schon alle Reihen besetzt, als es noch um Reihe 36-23 ging.
Aber solange man weiß, dass alle Menschen bescheuert sind, kann man solange gemütlich sitzen bleiben und muss dann eben die anderen aus der Reihe werfen.

Das gleiche passiert ja auch nach der Landung. Manche springen schon auf, sobald das Flugzeug gerade aufgesetzt hat um dann darauf hingewiesen zu werden, dass sie sitzenbleiben müssen.
Aber spätestens wenn die Anschnallzeichen ausgehen ist der komplette Gang voll. Manche Menschen stehen eben lieber, als dass sie sitzen.

Genug davon, der Flug war ganz angenehm, als der Pilot allerdings mitteilte, dass es in Frankfurt sehr windig ist, konnte man sich schon auf eine relativ ruckelige Landung vorbereiten.
Im Zuge dessen wurde im Laufe des Tages dann auch eine Start- und Landebahn gesperrt. Der Rückflug war dann in Reiseflughöhe fast auch komplett mit Turbulenzen verziert, aber ich habe ja das Glück vollkommen frei von Flugangst zu sein, sodass sich nur das Trinken meines Orangensaftes etwas schwieriger gestaltete als sonst.

Angekommen, habe ich dann noch auf meine Kollegin aus Hamburg gewartet, damit wir erstmal noch was essen gehen können.
Das haben wir dann auch im ‚Käfer’s‘ (ein Ableger von Käfer im Flughafen) getan.

Und ich muss wieder mal sagen, ich bin bis heute nicht wirklich angetan von teuren Restaurants. Die Preise stehen für mich nicht in Relation zum Geschmack der Speisen.
Vielleicht bin ich auch einfach nicht Gourmet genug, aber den geschmacklichen Höhenflug habe ich bisher noch nicht erlebt.
Allein, dass durch das Servicepersonal in der Regal etwas mehr arschgekrochen wird, gefällt mir sehr gut.
Deshalb gehe ich auch gerne zu Peek und Cloppenburg.

Auf meinem Teller landete dann ein Zanderfilet, was auf einem Berg Spinat lag und neben das sich 3 kleine Kartoffeln verirrt hatten. Preislich und Geschmacklich war es in Ordnung. Ich habe schon mehr als 15€ für schlechteres Essen bezahlt.
Der Brotkorb vorher war allerdings hervorragend und sogar mit Brezeln bestückt.
Das tollste war aber der frisch gepresste Orangensaft, der zwar in einem Fingerhut serviert wurde, dafür aber in einer Schale Eis stand und nur 5€ gekostet hat. Die gleichen Füllmengen gibt es im Flugzeug gratis.

Danach ging es dann los. Eigentlich sollte meine Kollegin im Transitbereich arbeiten und ich Landside, da ich um 17.25Uhr schon wieder boarden musste. Und, da Frankfurt gerade eher eine Großbaustelle als ein Flughafen ist, es vom Transitbereich deutlich länger zu den Gates für Inlandsflüge braucht.
Die hat aber keinen Tagesausweis für den Sicherheitsbereich bekommen, weil ihr Personalausweis abgelaufen war.

Die Kollegen aus Frankfurt meinten dann noch ‚Oh schon um 17.25? Dann sind wir am besten schon 16.40 wieder hier, damit du rechtzeitig los kommst‘
Aber: Scheiße ist!

Gegen 17Uhr kamen sie dann angetorkelt und um 17.05Uhr ging es los in den größten Irrgarten Frankfurts. Nachdem ich mich bei sämtlichem Flughafenpersonal durchgefragt und schon Angst hatte das erste Mal rennen zu müssen, um einen Flug noch zu erreichen, kam ich um 17.15Uhr an meinem Gate an.

Als sich aber um 17.30Uhr noch nichts tat, wurde ich durch das Telefonat eines Mitwartenden darauf aufmerksam, dass der Flieger erst um 18.15Uhr gehen soll. (Am Finger stand auch noch eine AA Maschine).
Toll, umsonst gehetzt.

Dann wurde durchgesagt, dass die Maschine wohl erst gegen 18Uhr reinkommt und noch ausgestiegen und saubergemacht werden muss und dann in ca. 15min geboardet werden kann.
Dass das nur 15 Minuten dauern sollte war mir dann doch schon suspekt und wurde mit einer letztendlichen Boardingzeit von 18.25Uhr bestätigt.

Nachdem endlich alle drin waren und es immernoch nicht losging startete unser Pilot schon mit folgenden Worten ‚Heute ist einer dieser Tage…‘
Da auch moderne Flugzeuge noch kein 6-Gang Getriebe mit Rückwärtsgang haben mussten wir noch auf einen Pushbacktruck warten, davon waren aber anscheinend weniger da, als Flugzeuge.
Nach 10 Minuten war er dann da. Da man in Frankfurt aber länger zur Startbahn fährt, als man im Endeffekt fliegt, dauerte das auch nochmal insegsamt gut 20 Minuten.

Lange Rede kurzer Sinn, 1,5 Stunden später als erhofft war ich dann wieder zu Hause und konnte mich richtung Bett bewegen.


Der Vulkan…

3. Mai 2010

…ist immer noch am spielen.

Irland ist erstmal bis morgen wieder dicht.
Und ich bin morgen in Frankfurt.
Dafür war ich die letzte Woche dicht.

Und von Spaß und trauriger Verplantheit unserer Freunde in Grün und Blau gibt es dann in ein paar Tagen mehr.