Café Hardenberg

Alle Berliner werden es kennen, alle, die schonmal in Berlin waren, wahrscheinlich auch.

Das ist praktisch eine etwas ‚alternative‘ aber doch elegante ‚IN‘-Location an der Hardenbergstraße in der Nähe vom Zoo.

Immer wenn ich da bin, frage ich mich allerdings, wieso ich wieder hingehe.
Das ist vermutlich wie mit dem Hafengeburtstag in Hamburg. Da war es immer voll, drängelig und ätzend und alle haben gesagt ’nächstes Jahr geh‘ ich nicht mehr hin!‘.
Und das gleiche hatten sie das Jahr davor auch gesagt.

Im Café Hardenberg ist das ähnlich. Das ganze ambiente ist etwa halbtoll. Die Bedienungen sind soweit ich weiß ausschließlich Studenten, was grundsätzlich eine tolle Idee ist.
Das Problem ist, dass sie fast ausschließlich unglaublich inkompetent sind.
Was sich unter anderem darin manifestiert, dass die Bedienung bei zwei Personen (!) nicht mehr weiß, wer welches Getränk hatte, wenn sie 3 Minuten nach der Bestellung wiederkommt.

Das wäre alles kein Problem, wenn die Preise dementsprechend wären. Aber zu allem Überfluss sind die Preise für Berliner Verhältnisse doch relativ hoch.
Und man ist bei vielen Gerichten enttäuscht, wie wenig auf dem Teller ist.
Deshalb sucht man sich beim Bestellen auch nicht unbedingt das, was man am liebsten essen möchte, sondern das, was die vermeintlich angemessenste Portion haben könnte.

Das letze Mal war aber nun auch wirklich das letzte Mal, dass ich da war.

Das Lokal war fast komplett leer, es waren zwei Bedienungen da. Die hatten allerdings mehr damit zutun zu quatschen, als Leute zu bedienen.
Wenn man einmal essen hatte, wurde man von der Bedienung mit dem Arsch nicht mehr angeschaut, obwohl wir in direkter Nähe der Kasse saßen.

Nach dem Essen kam dann der ultimative Schwierigkeitsgrad. Wir haben jeder ein Stück Torte (VERSCHIEDENE!) und einer noch ein Getränk bestellt.
Nach einer Minute kam die Bedienung dann wieder und warf mir folgenden Satz entgegen.
‚Ich hab nochmal vergessen, welche Torte Sie bestellt haben‘.
Etwas amüsiert habe ich mich bei der Vorstellung, dass sie es auf dem Weg gleich zwei Mal vergessen hat.
Ich hab es mir aber durchaus vorstellen können, da sie dann nach 30 Sekunden nochmal wiederkam und gefragt hat, ob wir nur ein Getränk bestellt hatten, oder sie wieder was vergessen hat.

Nachdem wir dann fertig waren, haben wir eine HALBE STUNDE auf die Rechnung gewartet. Nicht etwa, weil wir noch ein bißchen sitzen bleiben wollten, oder das Lokal so voll war, sondern weil es einfach keinen Interessiert hat.

Darüber, dass alle Karten nicht aktuell sind und man am Schluss dann höhere Preise zahlt, als auf der Karte angegeben, habe ich mich dann nicht mehr aufgeregt.
Wegen der paar Euro wollte ich ihr keine rechtliche Unterweisung geben.

Es waren dann allerdings nur noch 10cent Trinkgeld für sie drin, was für den Service aber schon sehr großzügig war…

Fazit: Nie wieder Hardenberg! Es gibt so viele gute Lokale mit netter Bedienung, angenehmen Preisen, guten Portionen und Ambiente.

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2 Responses to Café Hardenberg

  1. jennifer sagt:

    Bin kein Berliner, aber das Hardenberg kenne ich tatsächlich. Damals bin ich sogar auf drängen von Berlinern mit hingegangen, fand es aber relativ unspektakulär, auch wenn wir damals kein Problem mit dem Service hatten und mehr als 10 cent Trinkgeld springen lassen haben 😀

  2. Nick sagt:

    Normalerweise sind es bei mir auch mehr als 10cent.
    Und wenn die Bedienung dementsprechend war auch weit mehr.
    Aber jeder wie er es verdient… 😉

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