Der Luftraum… ein Fazit.

25. April 2010

Zwar fliegen noch immer nicht alle Maschinen, doch bei den für uns relevanten ist schonwieder soetwas wie Normalität eingekehrt.

Die Menschenmassen blieben allerdings aus und wir lagen nur etwas über dem Durchschnitt einer normalen Woche.

Donnerstag und Freitag haben wir dann zwar der Sperrung Rechnung tragen wollen und 2 Stunden länger geöffnet, um die Maschinen nach Tel Aviv und Doha noch bedienen zu können.
Ich war the chosen one und man kann abschließend sagen, dass es fast einen Negativrekord im ’sich nicht lohnen ‚aufgestellt hat. Um das mal in Zahlen auszudrücken:

Touristen Tel Aviv: 1
Touristen Doha: 1

Unterm Strich hat sich zumindest der Freitag gelohnt, weil Beijing mal eben 4 Stunden Verspätung auf’s Parkett gelegt hat und damit erst gegen 23Uhr rausgegangen ist.
Zum Glück wurde aber widererwarten schon zur üblichen Zeit eingecheckt, womit das Desaster kurz vor Feierabend ausblieb und ich den größten Teil noch in der regulären Arbeitszeit abfertigen konnte.

Bis fast 22Uhr ist dann immer noch mal jemand vorbeigetropft, aber viel war es nicht mehr.

Also, alles nicht so schlimm wie gedacht, irgendwie haben die Leute auch so einen Weg nach Hause gefunden!

Advertisements

Warum nur?

22. April 2010

Das Studium hat wieder angefangen und das im Grunde genau so, wie es aufgehört hat.

An der Uni Potsdam gibt es 3 Studienorte und für meine 2 Fächer war ich immer an 2 unterschiedlichen Orten unterwegs.
Nachdem ein Fach davon nun umgezogen ist, hat sich für mich daran natürlich nichts geändert.

Dafür hat die ViP (Verkehr in Potsdam) jetzt zumindest die Studentenrelevanten Buslinien übernommen und angefangen (nach ewig langer Zeit in der das die Havelbus nicht geschafft hat) die Buslinien und Abfahrtszeiten den Vorlesungszeiten anzupassen.
Da das aber vorallem das Pendeln von Standort 1 zu Standort 2 betrifft und ich nun von Standort 1 zu Standort 3 pendeln muss, ist das für mich auch irrelevant.

Als kleines Leckerli wurden die Linien dann allerdings so verändert, dass man von Standort 1 zu Standort 3 jetzt nur noch im 20-min Takt kommt, was ich als persönlichen Angriff auf mich werte.

Die Studiensituation ist auch am neuen Standort unverändert. Es werden VIEL VIEL VIEL zu wenig Kurse angeboten. Die Kurse, die angeboten werden sind natürlich VIEL VIEL VIEL zu voll, sodass man direkt keine Lust mehr hat, oder den Kurs gar nicht belegen kann, weil man beim höchst studienrelevanten Verfahren des ‚Losziehens‘ verloren hat.

In meinem zweiten Fach kann ich mich so sehr gar nicht beschweren, nur dass ich inzwischen perfektioniert habe, immer in den Reihen zu sitzen, die direkt vor den Idioten sind.
Dafür kann ich psycholgische Studien anfertigen, wie man es schafft knapp 4 Stunden Vorlesung komplett mit belangloser Scheiße durchzuquatschen. In der Pause dann das Maul zu halten, dafür aber einen Rekord im ‚ApfelLautEssen‘ aufstellt.
Sich 3 Stunden lang die Nase bis zur hinteren Hirnrinde hochzuziehen ist auch sehr schön und ein oft gespieltes Spiel.

Da sind mir dann immernoch die Studenten am liebsten, die sich in die (Anwesenheit ist FREIWILLIG) Vorlesung setzen, den Laptop anwerfen, sich Kopfhörer in die Ohren stecken, den Kragen über die Ohren ziehen und einen Film schauen. Die halten wenigstens die Fresse!

Willkommen bei der zukünftigen Elite!


Der Luftraum… unendliche Weiten

21. April 2010

Jetzt ist es soweit, Berlin ist (wie Bremen und Hamburg) auch wieder für den Instrumentenflug geöffnet!

Interessant wird jetzt, wie die letzten 5 Tage abgearbeitet werden und wie groß das Ausmaß dieser wirtschaftlichen Katastrophe wirklich ist.
Die DLS zumindest ist an einer schnellen Lösung interessiert und erteilt Sondergenehmigungen für Starts die das Nachtflugverbot verletzen.

Noch sieht man an den Flugtafeln deutlich, dass noch fast die Hälfte der Flüge trotzdem nicht bedient werden, da einige Flughäfen immernoch gesperrt sind und die Flugabfolge der Airlines noch lange nicht wieder hergestellt ist.

Ich darf das ganze noch bis spätestens Freitag nicht selbst miterleben, aber diese Woche und die nächste werden sich sicher im Arbeitsaufwand bemerkbar machen.
Da der Luftraum seit Freitag gesperrt war, konnten allein schon effektiv 3 Maschinen nach China nicht fliegen (und Fr., So. und Mo. sind in der Regel auch die Passagierintensivsten).
Das heißt nach Milchmädchenrechnung müssen jetzt grob geschätzt 2-3 volle Flieger in die heutige Maschine und die folgenden Fr. und So. Maschinen gesteckt werden.
Von den geschätzten 400 Mio. Maschinen nach Russland pro Tag mal ganz abgesehen.

Sollten die Airlines es dann für nötig halten den Passagierbetrieb auch im Bereich des Nachtflugverbotes abzuwickeln und Maschinen dabei sein, die für uns interessant sind, wird es wohl auch erste Nachtschichten geben.

Alles in allem bleibt abzuwarten, ob die Erwartungen gehalten werden, aber ich gehe von einer relativ unangenehmen Woche aus.


Sachen gibts…

20. April 2010

Da fahr ich gestern einfach mal so Bus, plötzlich steigen ein komischer Mann mit Sonnenbrille und seine komische Frau mit komisch rot-gefärbten Haaren ein und setzen sich vor mich.

Kurz danach beginnt eine Odysee von kurzen fast im gleichen Abstand liegenden Piepstönen, die bestimmt 30 Minuten andauert.

Wenn es nicht sowas wie Gesetze und so einen Quatsch in Deutschland gäbe, hätte das ganze nur 5 Minuten gedauert und der Mann hätte gewusst wie eine digitale Spiegelreflexkamera schmeckt.

Ganz im Ernst, der Tastenpiepston bei einer Kamera ist dazu da um ihn nach dem Kauf der Kamera 3-4 Mal zu hören, während man ihn ausstellt um sich dann darüber aufzuregen, dass es ihn überhaupt gibt.
Und wenn ich schon so pervers bin den Ton anzulassen, dann muss ich mich ja nicht in den Bus setzen und geschätzte 2 Millionen Kackfotos durchschalten um meiner Frau dann stolz ein halbes davon zu zeigen.

In solchen Situationen wünsche ich mir mehr Vulkane in Deutschland…


Twitter

20. April 2010

Nachdem ich mir jetzt einen BlackBerry zugelegt habe (wer BlackBerry nicht liebt, dem ist nicht mehr zu helfen!) werde ich mir wohl mal einen Twitter Account erstellen.

Der wird zwar wie vermutlich alles nicht lange halten und irgendwann einschlafen, aber im Moment bin ich noch in Spielfreude!! 😉


Alles Asche!

18. April 2010

Nachdem am Freitag noch nicht so viel von der Katastrophe abzusehen war, aber mich die Nachrichten am Morgen schon mit einem ‚Der Luftraum über Berlin ist bis mindestens 12Uhr gesperrt‘ geweckt haben, wußte ich, dass unser Frühdienst ein Eierschaukeldiplom machen konnte.

Als ich mich dann gegen 9Uhr am Flughafen einfand, war das Gegenteil von dem eingetroffen, was eigentlich solch eine Meldung nach sich ziehen sollte: Der Flughafen war-  obwohl kein Flug ging – voller als die Oberhäupter der Evangelischen Kirche.

Beim zweiten Hinsehen konnte man dann aber erkennen, dass die meisten es vorgezogen haben sich direkt an den Ticketschalter zu stellen um umzubuchen, statt von zu Hause die Airline anzurufen.

Dazu muss man sagen, dass nicht alle Airlines so sorgfältig waren die Flüge als gecanceled anzugeben, weshalb zwischen den ganzen annulierten Flügen auch Flüge ohne jegliche Information auftauchten.
Da kann man den Touristen dann auch nur eingeschränkt einen Vorwurf machen, weil sowas natürlich dazu verleitet zu denken ‚Nichts darf fliegen, aber wir schon!‘

Aber egal, bei uns war zumindest nichts los, also konnten wir nur abwarten, ob es an diesem Tag noch weiter geht.

Irgendwann wurde dann mitgeteilt, dass um 12Uhr nochmals über die aktuelle Situation beraten wird und auch wenn das Verbot aufgehoben werden sollte, bis 14Uhr erstmal nichts geht.

Kurz danach kamen dann 2 Russinnen zu mir an den Schalter. Ich teilte dann mit, dass das heute wohl nichts wird, weil im Moment nichts fliegt.
Sie meinte dann, dass sie zuhause extra nachgeschaut haben und die Maschine nach St. Petersburg um 12.30 nicht gecanceled ist.
Da war also das Problem mit den Flügen, die nicht als gecanceled angegeben wurden.

Lustiger waren dann aber die beiden Russinnen danach, die freudestrahlend zu mir kamen.
Das ganze spielte sich in etwa so ab (natürlich auf englisch)

‚Im Moment fliegt leider nichts, deshalb wird das erstmal etwas schwierig‘

(Gesicht wie ein Auto)

‚Haben Sie nichts von dem Vulkanausbruch gehört?‘

‚Nein…‘ (Gesicht wie ein Auto im Scheinwerferlicht, vermutlich haben sie gedacht in Deutschland ist ein Vulkan ausgebrochen)

‚In Island ist ein Vulkan ausgebrochen und deshalb geht hier bis mindestens 14Uhr nichts, Sie sollten sich am besten mal an Ihre Airline wenden und schauen, wie es weitergeht.‘

Wenn man sich den ganzen Abend vor dem Abflug und den Morgen am Abflugtag die Augen und Ohren zuhält und nicht auf die Anzeigetafeln schaut, trifft einen sowas natürlich als Schock…


Flughafenschabernack

10. April 2010

‚Haben Sie ihr Gepäck schon aufgegeben?‘

‚Nein, ich habe noch Hoffnung!‘