Trotz des nervigen Zwiebelfisches wohne ich nahe dem Industriegebiet

Nachdem ich in den letzten Tagen die ersten Seiten des ersten Bastian Sick Buches (der Dativ ist dem Genitiv sein Tod) überflogen habe, musste ich mit Erschrecken feststellen, dass ich scheinbar anscheinend doch (noch) nicht sämtliches Sprachwissen und -gefühl in mir vereinigt habe.

‚Nahe des Industriegebietes‘ hätte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn sicher als nicht verbesserungswürdig eingestuft.

Jemandem, der mir erzählt hätte, ich solle doch ‚trotz dem nicht vorhandenen suboptimalen Informationsgehalt‘ die BILD-Zeitung kaufen, hätte ich wohl die Lektüre der Deutschfibel Klasse 1 empfohlen.

Hätte, Hätte, Popätte… Denn das ist natürlich alles Quatsch. Auch wenn zweiteres über die Jahre durch konsequentes ignorieren des Dativs und dem Einsetzen des Genitivs heutzutage nach korrekter Grammatik nicht mehr zulässig ist, so war es früher völlig korrekt.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Sprache nie den ‚Standarts‘, den ‚währes‘ oder den ‚vorraus… äh.. sens, oder so‘ beugt.

Denn die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, aber sie stirbt!

(Original veröffentlicht am 19. April 2007)

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