BVG

27. Februar 2010

Jetzt wo die Temperaturen steigen, scheint die BVG wieder vermehrt Busfahrer einzusetzen, die ein bißchen ‚plem plem‘ sind.

Gestern auf der Fahrt nach Hause hat der Fahrer vor jeder Station angesagt, dass man beim Aussteigen auffpassen sollte, weil ‚Menschenmengen‘ an der Haltestelle stehen.
Sein halbherzig vorgetragenes ‚an der Tür ganz hinten befindet sich kein Einstieg‘ wurde dann allerdings nicht erhört.

Heute war dann ein ganz witziger Typ unterwegs, der auch kommentiert hat, wie voll der Bus ist, aber dann irgendwie selbst in seinem Argumentationsstrang versunken ist.
In der Mitte der Fahrt hat er dann noch folgenden guten Tipp gegeben:

Übrigens, Fahrscheine sind auch vorher käuflich zu erwerben. Dann muss nicht jeder hier vorne beim Busfahrer ein Ticket kaufen. Das macht hier jeder dritte und dann muss man ja auch immernoch rausgeben und das dauert auch schon bei 2 Euro. Zum Beispiel in jedem Lotto Laden (wir standen gerade neben einem) gibt es Kurzstrecken, normale Karten, oder sogar ’ne 4-Fahrten-Karte (gibts die wirklich noch? meiner Meinung nach ist das schon lange her), damit können Sie dann sogar noch sparen!
Also denken Sie bitte das nächste Mal daran. Danke.

ABER, nie ein Busfahrer wird das übertreffen, was ich vor einigen Jahren mal im Nachtbus erlebt habe.

Ich war so ziemlich der einzige im Bus. Plötzlich hält der Fahrer mitten in einer kleinen Straße an, macht vorne die Tür auf und steigt aus. Kurz danach kommt er wieder rein und hält dabei eine leere Bierflasche in der Hand.
Das war dann wohl sein Nebenverdienst und in so einen Bus passen ja viele Pfandflaschen.
Danach ist er dann auch nochmal an einer roten Ampel ausgestiegen, aber diesmal nur, um sich die Beine zu vertreten.


Stell dir vor…

27. Februar 2010

…du arbeitest bei COS am Ku’damm im Einzelhandel und bekommst Folgende Aufgabe:

Vor dir liegt ein Formular in etwa quadratischer Form. Ganz oben Rechts in der Ecke ist ein Barcode. Der Rest des Formulars hat ein paar Zeilen zum ausfüllen. Die Rückseite ist zu 3/4 leer und mit dem Hinweis versehen, dass dort der Kassenbon angeheftet werden muss kann sollte.
Wo heftest du den Kassenbon an?

Richtig! Genau oben Rechts in der Ecke!
Damit verdeckt er den kompletten Code (den ja bestimmt sowieso keiner braucht) und wenn die Heftklammer dann noch richtig plaziert ist, kann der Code ohne die Klammer zu entfernen weder gelesen, noch eingescannt werden.


Murphys Law

27. Februar 2010

Es ist immerwieder großartig.

Es gibt zeiten, da erstickt man im Nichtstun und wartet sehnsüchtig auf den nächsten Kunden.

Heute war das wieder ca. 1 Stunde der Fall, bis dann eine nette japanische Reisegruppe auftauchte.

Unsere Software hatte sich aber anscheinend an die Ruhe gewöhnt und hat dann auch direkt erstmal 10 Minuten lang nicht funktioniert.
Nachdem die Reisegruppe dann durch war, gab es dann einen stetigen Kundenstrom, sodass man ständig beim Belege stempeln/zählen unterbrochen wurde.
Als kleine Sahnehaube waren dann natürlich im Betrieb auch noch das Papier und die Heftklammern leer.

Und jetzt schließt sich wieder der Kreis, weshalb ich Zeit hab, diesen schönen Eintrag hier zu schreiben.


Ehe (2)

27. Februar 2010

Eine ähnliche, aber etwas lustigere Erfahrung habe ich auch im Einzelhandel gemacht, in dem ich ein knappes Jahr gearbeitet habe.

Nachdem der Einkauf erledigt war, habe ich immer noch gefragt, ob die Kunden eine Tüte brauchen.

Wenn dann ein (Ehe-)Paar vor mir stand, gab es dann meist folgendes zu beobachten.

Ich: Möchten Sie dazu noch eine Tüte?

(gleichzeitig)
Sie: Ja
Er: Nein

Ich (grinsend): Na, das ist doch mal eine klare Ansage.

Er: Okay, dann nehmen wir eine Tüte

Ich habe dann nochmal vielsagend richtung Mann gegrinst worauf

Er: Ja, ich lasse sie die kleinen Entscheidungen treffen und ich treffe dann die großen.

Dem Blick der Frau nach zu urteilen, gab es kein Abendessen…


Ehe

26. Februar 2010

Bevor ich zu meinem aktuellen Nebenjob gekommen bin, habe ich in der Vergangenheit schon einige andere Bereiche kennengelernt unter anderem auch das Callcenter.
Bei mir was das allerdings eine seriöse Sache, aber den Ruf hat man trotzdem weg.
Das war dann auch immer witzig bei alten Leuten, die sofort abgeblockt, gekeift und schon fast aufgelegt haben, bevor sie mitbekommen, dass man jemand ganz anderen sprechen möchte.

Aber egal, auf was ich eigentlich hinaus möchte, ist das grandiose Verhalten von Ehemännern, bei denen sich das ‚die Hosen anhaben‘ meist auf die Strumpfhosen unter dem Röckchen bezogen haben muss.

Wenn die Kunden mit uns einen Vertrag geschlossen haben, mussten Sie bei mir auch direkt die Kontonummer angeben, damit der monatliche Beitragssatz abgebucht werden kann.

Folgende Dialoge ergaben sich dann häufiger:

Ich: Dann brauche ich bitte noch Ihre Kontonummer.

Ehemann: Oh, die habe ich nicht im Kopf, ich suche mal eben.

Ich: In Ordnung.

Ehemann: raschel, raschel

Ehefrau (kommt ins Zimmer): Heinz, was machst du da?

Ehemann (brummelnd): Ich such die Kontonummer raus.

Ehefrau (vorwerfend): Wofür brauchst du die denn?

Ehemann: Ich hab da jemanden am Telefon, bei dem habe ich gerade xxx abgeschlossen und der braucht noch meine Kontoverbindung

Ehefrau: Nein Heinz, sowas brauchst du nicht!

(leiser Disput)

Ehemann (zurück am Telefon): Ich habe mich umentschieden, ich brauche das ganze doch nicht.

Ich: Nur weil Ihre Ehefrau das sagt?

Ehemann: Was? Nein, nein. Ich brauche das einfach nicht.

Natürlich…


3st

20. Februar 2010

Aus aktuellem Anlass, noch eine Geschichte, die mir zu (vermeintlich) die Wahrheit anpassenden Menschen eingefallen ist.

Vorweg wieder eine kurze Erklärung zum Prozedere: Um die Steuer erstattet zu bekommen, muss Ware innerhalb von 3 Monaten persönlich ausgeführt werden. Das geschieht in unserem Fall meist per Flugzeug und wird durch den Zoll mit Datumsstempel gekennzeichnet.
Habe ich also am 13.02.10 Eingekauft und führe die Ware am 15.04.10 aus ist alles in Ordnung. Führe ich die Ware erst am 01.06.10 aus, ist keine Erstattung mehr möglich.

Nun ist es so, dass an den Ausfuhrformularen oft sehr viele Belege hängen, die von unterschiedlichen Daten stammen, und der Einzelhandel auf dem Formular meist nur das Datum der Ausstellung des Formulars angibt.

Nun möchte ich hier keine Nation besonders benachteiligen, aber bei den Nachkommen des Dschingis Kahn ist meist doch etwas mehr Aufmerksamkeit gefragt.

So auch in diesem Fall. Eine Dame kam zu mir und hatte unter anderem ein Formular der Galeria Kaufhof mit einigen Belegen (um die 50 dürfte sich das sicher bewegt haben) dabei.

Beim kontrollieren der Belege (falls das hier irgendwann mal jemand unserer Kunden liest, JA wir kontrollieren sie wirklich, auch wenn es viele sind) ist mir dann aber etwas aufgefallen, was mir in dieser Form noch nie untergekommen ist.

Bei ca. der Hälfte der Belege war das Datum des Belegs fein säuberlich am Ende des Bons abgetrennt.

Da ich ja unseren Kunden nie etwas böses unterstelle gab ich die Belege ohne Datum zurück und gab der Frau zu verstehen, dass dort ‚irgendjemand‘ die Datumsangabe abgetrennt hat.

Sie war dann auch deutlich verwundert und meinte das ‚müsse‘ die Kassiererin gewesen sein.

Da unsere Kunden NIEMALS lügen würden, war das vermutlich auch der Fall!
(auch wenn mir besagter Fall in meinen immerhin anderthalb Jahren im Unternehmen noch nie untergekommen ist und die Kassiererin auch keinen Vorteil aus so einer Aktion gezogen hätte.)

Da der Einkaufswert der abgelehnten Bons im Bereich von ca. 500€ lag, hätte die Kundin daraus aber einen deutlichen Vorteil gezogen.

Ein Schelm wer böses dabei denkt…


Vorbereitung

17. Februar 2010

BGB für Anfänger