Schweizer Banken

23. Oktober 2011

Nachdem ich ja nun hier nicht für umsonst arbeite, brauchte ich eine Lösung, die mich davon befreit, das Geld unter das Kopfkissen zu legen.

Von allen, die ich in der Schweiz kenne wurde mir direkt die Credit Suisse empfohlen (die auch Bank des Jahres wurde).
Da ich aber natürlich nie auf gute Ratschläge höre und gerne mal an der falschen Stelle nicht erwähnenswerte Summen sparen will, schaute ich mich selbst um.

Sieger im Bereich ‘ich bin am günstigsten für 3 Monate’ war dann die ZKB (Zürcher Kantonalbank).

Also schnell mal hin, auch wenn die Filiale auf den ersten Blick nicht als solche erkennbar war.
Der junge Herr am Empfang war auch sehr freundlich und engagiert, meinte aber ich bräuchte eine Anmeldebestätigung und da ich nichts bekommen habe geht es leider erstmal nicht, ich sollte mal warten ob ich Post bekomme.
Danach war ich dann bei der Personalabteilung, die mir sagte ‘Ja stimmt, wir müssen Sie anmelden, haben wir vergessen…’

Irgendwann bekam ich dann eine Weiterleitung einer E-Mail, die als Anmeldebestätigung fungieren sollte und nach nochmaliger Rückfrage an die Personalabteilung auch für eine Kontoeröffnung ausreicht.

Also zurück zur ZKB!
Diesmal erwartete mich eine etwas ältere Frau, die Kundenorientierung wohl nach der 10. Klasse abgewählt hatte.
Das Schreiben, was ich hatte, war ihr im Grunde schonmal ziemlich zuwider und da der heilige Anmeldungsschein nicht da war, schien da auch nichts zu funktionieren. (Da unterscheiden sich die Deutschen und die Schweizer nicht viel, Formular ist Formular!)
Trotzdem wurde das dann durch gefühlte 12 Telefonate und beäugen meiner anderen Unterlagen künstlich in die Länge gezogen.
Am Ende wurde dann nicht nur die fehlende heilige Anmeldebestätigung genannt, sondern auch der befristete Arbeitsvertrag als Grund vorgeschoben.
Nicht zuletzt machten sie sich dann komplett lächerlich, als sie meinte, dass es ginge, wenn ich 50.000 CHF mitbringen würde.
Ich dachte die Schweizer haben gerade damit zu kämpfen, dass große Geldsummen von deutschen unter fadenscheinigen Umständen hier angelegt werden, aber ein fehlendes Formular kann mal wohl auch einfach mit Geld umgehen.

Zweiter Versuch war dann die coop Bank, die mich auch sehr freundlich anrief und nach Mitteilung der Aufenthaltsdauer eher verhaltener wirkte.
Mir wurde gesagt, für 3 Monate würden sie kein Konto eröffnen.
Ich kam ihnen also entgegen und meinte, dass ich es auch weiterlaufen lassen würde, da ich vermutlich 2013 entgültig in der Schweiz wäre.
Nein, für 3 Monate würde man kein Konto eröffnen.

Nun gut, da ich inzwischen so oft während der eigentlichen Arbeitszeit unbezahlt weg war, habe ich sowieso nicht mehr mit viel Gehalt gerechnet, aber die Credit Suisse wollte ich dann doch noch ausprobieren.

Obwohl ich eine positive Antwort auf meine Mail bekommen habe, war ich nicht sehr optimistisch.
Aber wieder einmal wurde ich Lügen gestraft.
Mein Kundenberater war ein Berater aus dem Bilderbuch. Gepflegt, kundenorientiert, freundlich. 1a.
Und ganz unkompliziert hatte ich eine halbe Stunde später ein Konto.

Daraus lernen wir:
- Service muss man mit etwas mehr Geld bezahlen, aber es lohnt sich.
- Die ZKB und die coop Bank sind nicht sehr weitsichtig, da sie im Moment kein Geschäft sehen, aber in der Zukunft dadurch auch keinen Kunden in mir gewinnen werden.
- Die Credit Suisse ist zu Recht Bank des Jahres geworden und wird auch wieder meine Bank, falls ich dann mal endgültig hier bin.


Ja, er lebt noch…

22. Oktober 2011

…und zwar inzwischen in der Schweiz. Allerdings nur für 3 Monate und wieso das für die Schweizer ein Riesenproblem ist, sehen wir jetzt.

So, nachdem ich hier ankam ging es auf die Wohnungssuche, da die ganze Jobgeschichte ziemlich kurzfristig kam und ich mich so vorher nicht umschauen konnte.

Wohnungen suchen in der Schweiz ist in etwa so wie Heterosexuelle auf dem CSD zu suchen.
Nachdem selbst die Plätze unter den Brücken belegt zu sein schienen, hab ich dann doch durch eine glückliche Fügung etwas gefunden.

Problematisch war aber vorher die Anmeldung.
Aber wo meldet man sich an, wenn man praktisch nirgendwo wohnt?
Und bekommt man ein Konto ohne Anmeldung?

Ich hab direkt mal vorausgesetzt, dass man bestimmt kein Konto ohne Anmeldung bekommt und war schon soweit mich im Ort meiner bisherigen Zwischenmieten anzumelden, als die Wohnung dann kam.

Jetzt haben die schweizer Anmeldestellen auch nicht unbedingt die schönsten Öffnungszeiten, also mal während der Arbeit ausgestempelt und hin.

Für deutsche ist das erstmal ziemlich realitätsfern, denn es gibt keine Schlange, keine Nummern und keinen richtigen Wartebereich.
Man geht praktisch direkt in den Raum, in dem die Bearbeiter sitzen und wartet im Zweifel dann auch da.
Das heißt man hört die ganzen Sachen von allen anderen mit, das wäre ja in Deutschland undenkbar! Datenschutz hajo!

Die Dame war dann sehr schnell auch sehr verwirrt, weil ich eben unter 3 Monaten bleibe und ja im Grunde gar keine Anmeldung bräuchte (von wegen Tourist und so) wenn ich nicht arbeiten würde.
Aber irgendwie bräuchte ich da wohl auch keine.
Es wurde also fleißig geblättert, kopiert und ich durfte etwas ausfüllen, was dann weitergeschickt wurde, aber im Grunde war die Quintessenz, ich muss hier gar nicht hin.

Mein Arbeitgeber allerdings muss mich anmelden, was er wohl nicht getan hat.

Ich bekam also nichts in die Hand, war nun insofern schlauer, dass ich den Weg hätte gar nicht machen müssen, musste aber trotzdem etwas ausfüllen und Unterlagen von mir wurden kopiert.

Alles sehr mysteriös, und wie es weiter geht, sehen wir beim nächsten Mal!


Tales of Berlin

4. Januar 2011

Folgende Sachaufgabe gilt es heute zu lösen:

Der Architekt Peter Schwengel und der Bauunternehmer Hubert Langenhuber starten ihre Reise von zwei 100km auseinanderliegenden Orten zur gleichen Zeit.
Der Architekt verbraucht mit seinem Mercedes E-320 im Schnitt 12l/100km während der Bauunternehmer mit seinem BMW im Schnitt 62km/h zurücklegt.
Beide erreichen zum gleichen Zeitpunkt Berlin.
Dort unterhalten sie sich über Möglichkeiten viel Geld mit wenig Aufwand zu erwirtschaften.
Das Problem der beiden ist, dass Berlin in Sachen Bebauung schon weit erschlossen ist und es nur wenig Möglichkeiten gibt neue Loftwohnungen zu schaffen um dem immer größer werdenden Migrantenstrom aus Baden-Württemberg gerecht zu werden.

Da hat Hubert L. plötzlich eine Idee.
Vergangenen Sonntag musste er bei seinem Rückflug aus Thailand einen Zwischenstopp in Berlin einlegen, wobei ihm sofort die große Freifläche neben den Start- und Landebahnen am Flughafen Tegel auffiel.

‘Das wäre der optimale Platz für einen zwölfstöckigen Luxusappartmentbau’ sagte er zu Peter S., der sofort begeistert war.
Nun mussten nur irgendwie die Kosten niedrig gehalten werden, damit das Vorhaben möglichst viel Gewinn einbringt.
Peter S. schlug vor, den Komplex aus nordiranischem Papierimitat zu bauen, woraufhin Hubert L. bereits mit glänzenden Augen den Antrag für eine Baugenehmigung ausfüllte.
Hannelore H., Mitarbeiterin der Bezirksverwaltung und eine entfernte Cousine von Hubert L., genehmigte die Bebauung unter der Voraussetzung, dass Hubert L. zur Hochzeit ihrer Nichte komme.

Kaum zwei Wochen später war das Bauvorhaben so gut wie abgeschlossen und Interessent Heinrich M. bereits zu einem Besichtigungstermin erschienen.
Nachdem Peter S. und Hubert L. ihm mitteilten, dass die Lage perfekt wäre und es weniger als 2 Minuten zum Flughafen seien, entfuhr Heinrich M. nur noch ein ‘Heilix Blechle’ und der Kaufvertrag für das 936.482,36€ teure Loft war abgeschlossen.

Nach seinem Einzug bemerkte Heinrich M. immer wieder laute Geräusche, die fast fortwährend aus Richtung der Landebahn kamen und identifizierte sie innerhalb von 2 Wochen als Fluglärm.
Nun stand er vor einer wichtigen Entscheidung ‘Wen sollte ich dafür zur Rechenschaft ziehen?’
Peter S., weil ein Haus aus nordiranischem Papierimitat nur schwer den Schallschutzbestimmungen standhalten kann?
Hubert L., weil direkt neben einer Start- und Landebahn der Geräuschpegel erfahrungsgemäß sehr hoch ist? oder
Hannelore H., die die Baugenehmigung unter diesen Umständen nicht hätte erteilen dürfen?

Heinrich M. entschied sich für die einzig plausible Lösung und verklagte den Flughafen.
Nach zwei Instanzen war dann auch klar, dass zwischen 14-12Uhr keine Flugzeuge mehr starten oder landen dürfen (ausgenommen Segelflugzeuge), da Heinrich M. nur von 12-14Uhr zum Einkaufen und Bummeln sein Haus verlässt.
Da der Flughafen nach einer Testphase Langstreckenflüge mit Segelflugzeugen zu bedienen, das Konzept aufgeben musste, wurde er eine Kaffeepause später geschlossen.

Ihr meint sowas wäre hirnrissig und völlig an der Realität vorbei?
Dann bitte: http://www.morgenpost.de/berlin/article1496992/Knaack-Club-schliesst-an-Silvester-endgueltig.html

Kurz zusammengefasst:
- Club macht 1952 auf
- Loftwohnungen werden vor ein paar Jahren direkt hinter dem Club gebaut
- Die Wände werden zu dünn geplant
- Es wird damit geworben, dass die Wohnungen direkt in der Szenegegend liegen und Clubs schnell erreichbar sind
- Die neuen Anwohner beschweren sich über den Lärm
- Nach dem Gerichtsurteil darf nur noch in Zimmerlautstärke gefeiert werden
- Keiner geht mehr hin
- Club macht zu

Armes Berlin, bald bist du reich, aber nicht mehr sexy…


Einschicken

5. Dezember 2010

Nachdem ja meist von der ‘Servicewüste Deutschland’ die Rede ist und häufig schlimme Geschäftspraktiken von Händlern und Herstellern am Stammtisch diskutiert werden, wollte ich aus gegebenem Anlass mal etwas zur Gewährleistung/Garantie schreiben.

Ich bin in der glücklichen Lage, dass noch nicht viele technische Geräte in meinem Besitz das Zeitliche gesegnet haben (zumindest nicht von denen, die bei der Übereignung neu waren). Gleichzeitig bin ich in der misslichen Lage relativ faul zu sein, weshalb das eine oder andere Gerät sicher seine gesetzliche Gewährleistungsfrist schleichend überschritten hat, während es defekt im Schrank lag (in der Küche steht im Moment ein Kandidat bei dem das ähnlich ist).

Repräsentativ möchte ich hier mal 3 Fälle vorstellen, in denen ich die Frist eingehalten habe.

1.) Netzteil (Eine der wenigen Geschichten, die sich im Nachhinein wohl eher als Fehler herauskristallisiert haben.):
Nachdem mein Computer etwas häufiger abgestürzt war als üblich, hatte ich mich auf die Fehlersuche gemacht und halbeindeutig mein BeQuiet Netzteil ausgemacht.
Die Spannungen, die auf bestimmten Leitungen anlagen, waren etwas zu niedrig, also Email geschrieben und ab zum Servicepartner des Herstellers.
Nach kurzer Zeit durfte ich dann ein nagelneues und deutlich besser dimensioniertes Netzteil in meinen Händen halten, das allerdings direkt nach dem ersten Anschalten komplett den Dienst verweigert hat.
Das war dann aber kurz vor Ende der Garantie und ich dachte mir ‘na das war bestimmt nur die Sicherung im Netzteil, die kann ich auch selbst austauschen’.
Leider habe ich bis heute die Sicherung im Netzteil nicht gefunden…

2.) Effektgerät:
Zur kurzen Erklärung, es war dieses Multieffektgerät für die E-gitarre, also ein kleiner Kasten den man zwischen Verstärker und Gitarre stöpselt und sich damit einige Pedale spart und leider auch viel Qualität.
Leider bekam das kleine Gerät nach einiger Zeit Alzheimer und konnte sich nach dem Ausschalten die voreingestellten Einstellungen nicht mehr merken.
Also, diesmal ab zum Händler.
Nach kurzer Zeit war dann eine Benachrichtigungskarte in meinem Briefkasten, dass ich mein Paket in der Gaststätte, die damals mit im Haus war, abholen könne.
Also auf in die Kneipe und Paket abholen. Ich hatte mit einem etwa schuhkartongroßen Paket gerechnet, die Wirtin zeigte allerdings auf eine kniehohe Kiste irgendwo in der Ecke.
Da offensichtlich eine Verwechslung vorliegen musste und ich mich schon gefreut habe, jetzt den LCD-Fernseher eines anderen zu haben um dann in 2 Tagen nochmal vorbeizukommen und mein Paket zu holen, hab ich das Paket einfach mal ganz selbstbewußt an mich genommen.
Das lebende Interieur der Kneipe meinte dann auch gleich ‘Jetzt musst du uns aber auch sagen was da drin ist’.
Da ich das selber nicht so genau wußte sprach ich ‘Naja, der Karton den ich weggeschickt habe, war etwa 1/4 so groß und 25484 Mal leichter, deshalb keine Ahnung’
Beim Auspacken habe ich dann herausgefunden, dass mir der Händler als Austausch statt eines Effektgerätes lieber gleich einen Verstärker mit integriertem Effektgerät geschickt hat, der etwa 200€ teurer ist.

3.) Kaffeemaschine:
Nachdem ich in letzter Zeit mit meiner Senseo nicht mehr so wirklich zufrieden war, habe ich mir eine Dolce Gusto zugelegt.
Da ich meine Senseo weitergeben wollte, aber nicht ganz so keimig wie sie nach fast 2 Jahren schon war, habe ich im Internet mal nach einer Anleitung zum Entkalken gesucht.
Dabei bin ich zufällig auf einen Foreneintrag gestoßen, in dem von einer Rückrufaktion von Senseo Maschinen zwischen ’06 und ’08 die Rede war (anscheinend großartig kommuniziert, da ich zu dieser Zeit NICHTS davon gehört habe).
Also direkt mal geschaut ob meine ins Raster fällt und tatsache, sie tat es. Der Fehler soll zwar nur bei 3 von einer Million Maschinen auftreten, aber warum nicht mal schauen, ob man vielleicht direkt eine Austauschmaschine bekommt, oder falls nicht, zumindest keine Angst haben muss, dass die Maschine irgendwann explodiert.
Also, wieder alles fertig gemacht, an den Servicepartner geschickt und zack, vor ein paar Tagen war eine nagelneue Maschine aus der neuen Serie im Briefkasten (naja.. ähm… die Abholkarte dafür).

Also, ich habe bis jetzt nur sehr gute Erfahrungen mit der Garantie- und/oder Gewährleistungsabwicklung von Herstellern/Händlern gemacht, chapeau liebe Servicewüste!


Taxi!

3. Dezember 2010

Was für ein Tag war das gestern.

Wieder einmal für alle und besonders für die Bahn überraschend, wurde es im Dezember kalt.
Sogar Schnee gab es. Da es aber noch vor dem offiziellen Winteranfang war, hat sich anscheinend niemand größere Gedanken darüber gemacht, ob man vielleicht entsprechende Vorkehrungen treffen könnte. Es ist ja nicht so, dass das schonmal passiert wäre…

Nun musste ich gestern also Uni und Firmenweihnachtsfeier unter einen Hut bringen. Unter normalbedingungen hätte das ganze auch knapp funktioniert.
Dass es ein elender Tag werden würde, habe ich allerdings bereits gemerkt, als sich der Bus auf dem Weg nach Potsdam auf der Landstraße in eine lustige Autoschlange einreihen musste.
Der Anführer der Karavane hat maximale 30 km/h auf die Reihe bekommen und da haben sich natürlich gleich alle in den Windschatten gehängt.
Der Busfahrer war davon dann auch extrem begeistert und erzählte das seinem Lenkrad fortwährend.

Als ich dann auf dem Rückweg statt einer ca. zwei Stunden aus Potsdam nach Hause brauchte wurde alles relativ knapp, also hab ich nach einer U-Bahn etappe auf dem Weg zur Weihnachtsfeier auf Taxi umgesattelt.
Was ich mir dabei gedacht habe ist mir auch nicht ganz klar, denn mit dem Taxi dauerte es nochmal deutlich länger, da (wie der Kollege im Taxi auch meinte) ‘Berlin heute ein Stau’ ist.
Als ich am Zoo in besagtes Taxi stieg, fiel mir auch auf, dass es heute nicht mehr einfach mit weiteren fahrten wird, denn andere Taxis standen an der sonst relativ vollen Halte nicht.

Nachdem wir dann mit der ersten Etappe der Feier fertig waren, brauchten wir 3 Taxis und haben irgendwie versucht den Funk anzurufen, leider war das extrem ergebnislos.
Also haben wir uns ins ewige Eis gewagt um mal freundlich die Straße lang zu winken.
Da standen wir dann auch an der Kreuzung am Görlitzer Platz und sahen viele schöne elfenbeinfarbige Autos an uns vorbeifahren, leider waren die nur vorne und hinten beleuchtet.
Dann war einem Teil von uns das Glück erstmal hold, nachdem ein Taxi direkt vor uns abgeladen hat und kurz darauf auch noch ein leeres die Kreuzung entlang kam.

Der letzt Rest (inkl. mir) hat dann noch ca. 10 Minuten dem Verkehrstreiben zugeschaut, bis eine Touristin, die gerade mit dem Taxi vorbeikam so nett war und mit reinzulassen, da ihr Ziel auf unserem Weg (Humboldthafen) lag.
Unser Fahrer hat dann direkt auch freundlich gefragt, ob er uns schon am Hbf rauslassen kann um einen der gefühlten 100 wartenden Fahrgäste direkt einladen zu können.
Die Frau, die das Taxi nach uns benutzen wollte, saß dann auch schon fast auf meinem Schoß als ich die Tür aufgemacht habe.

Auf der vorletzten Etappe brauchten wir dann nochmal 2 Taxis. Eins kam freundlicherweise direkt leer vorbeigefahren, das andere mussten wir am Hbf einfangen.

Als es dann nach Hause ging, war es auch wieder relativ witzig, an der Simon-Dach-Str. fahren ja extrem viele Taxis herum, deshalb hatten wir auch kurz nach dem verlassen der Lokalität das erste angehalten.
Die Kollegen stiegen dann mit Ziel Bohnsdorf ein, der Taxifahrer allerdings machte keinen Anstalten loszufahren.
Wir haben dann schon gescherzt ‘haha, die müssen bestimmt gleich wieder aussteigen’. Doch dann fuhr er los, und hielt ca. 5m weiter wieder an und beide sind ausgestiegen.
Er musste den Wagen wohl in 45 Minuten abgeben und das wäre dann doch etwas weit geworden.
Der zweite Fahrer hat sie dann aber mitgenommen.

Wir haben dann nach kurzer Zeit auch noch jemanden gefunden und haben erstmal leise angefragt, ob ‘von hier über Steglitz nach Spandau und dann nach Brieselang’ für ihn in Ordnung ist.
Er meinte dann noch ‘na klar, so eine Strecke lehnt doch kein Taxifahrer ab!’

War aber eine sehr angenehme, freundliche Fahrt, weshalb ich ihm die Tour auch sehr gegönnt habe. Bei mir zu Hause standen zumindest schonmal 44,60 auf der Uhr und dann ging es nochmal neu los nach Brieselang, also sollte das Endergebnis nicht allzu verkehrt gewesen sein.


Mmmmhhh… lecker!

4. September 2010

Wir haben hier neben unserem Schalter einen Wasserspender, den nur unsere Kunden benutzen dürfen.

Deshalb gibt es die Becher auch nur auf Anfrage bei uns.
Die Leute, die die Becher benutzt haben, lassen die dann aber auch gerne mal am Spender liegen.

Also haben sich heute ziemlich dreist zwei Leute einfach am Spender bedient und die alten Becher der anderen Leute aufgefüllt, im Glauben es wären neue.

Nachdem sie fertig waren haben sie sich dann noch bedankt und ich habe sie darauf hingewiesen, dass sie gerade benutzte Becher genommen haben.

Geglaubt haben sie es mir wohl nicht, aber einen inneren Frieden hab ich dadurch schon…


…der früher mal mein Fussballtrainer war.

22. August 2010

Und mal wieder die Lüg… Mongolen!
Ich lasse den Dialog mal unkommentiert auf die Leserschaft wirken:

‘Dann bräuchte ich bitte mal den Pass’

(pass wird rübergereicht)

‘Aber das hier auf den Formularen sind ja gar nicht sie, den Pass von der Person bräuchte ich.’

‘Das ist mein Cousin, der ist schon geflogen’

‘Dann brauche ich mindestens eine Passkopie von der Person’

‘Eine Passkopie von meinem Bruder?’

‘Gerade war das doch noch Ihr Cousin?’

‘Hm?’

‘Ja, was ist er denn nun?’

‘Naja Cousin, Bruder, ist doch egal’

‘Okay, dann bringen sie das nächste Mal bitte eine Passkopie von Ihrem Bruder, Cousin, Vater, Mutter oder wemauchimmer mit…’


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